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Über Mathias

Fan-Berichte

21.01.2013 12:18:16
Hervorragende Darsteller und eine jederzeit unterhaltsame Inszenierung
Eric hat seinen Besuch in Zürich offensichtlich sehr genossen
Eigentlich war ich ja sehr, sehr skeptisch. Irgendwie war Ich war noch niemals in New York bisher noch nie ein Stück, das mich gereizt hat und Musik von Udo Jürgens ist auch eher nicht auf meinem mp3-Player zu finden ;) Es ist auch nicht so, dass ich nach meinem Besuch in Zürich jetzt extra nach Oberhausen fahren werde, um es da zu sehen.

Aber ich war sehr überrascht: das Stück macht doch recht viel Spaß. Ich habe mich die beiden Abende, die ich im Theater war, jedenfalls sehr gut unterhalten gefühlt.

In erster Linie durch einen wirklich grandios aufspielenden Mathias Edenborn als Axel Staudach. Er kann in dieser Rolle die gesamte Bandbreite seines künstlerischen Repertoires zeigen, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch, und macht dies auch in einer Art und Weise, die nur begeistern kann.

Ihm zur Seite steht Sabine Hettlich als Lisa Wartberg, die ich im Sommer bereits in der St.Gallener Inszenierung von Chicago bewundern konnte. Sie spielt ihre Rolle ebenfalls sehr gut, man nimmt ihr beide Personen - zuerst die Karrierefrau und später die wesentlich emotionalere Lisa - ohne zu zögern ab. Und gesanglich meistert sie ihren Part ebenfalls fehlerfrei und souverän.

Als Fred konnte ich an beiden Abenden Sven Olaf Denkinger erleben, der seine Rolle mit viel Herz, Humor und Charme spielt. Luciano Mercoli am Mittwoch und Mario Saccoccio am Donnerstag spielen ihre jeweiligen Costas sehr sicher und tadellos, haben in der Rolle jedoch keine wirkliche Möglichkeit, ihr Können zu zeigen.

Maria Wartberg und Otto Staudach werden von Rosemarie Wohlbauer und Gunter Sonneson verkörpert. Beide spielen ihre Rollen äußerst charmant und überzeugend, sowohl mit der nötigen emotionalen Verletzheit als auch mit einer ordentlichen Portion Humor, welche beide Rollen zweifelsfrei benötigen.

Definitiv erwähnenswert ist noch die Leistung, welche die beiden Florians zeigen. Mit welcher Selbstsicherheit die Kiddies über die Bühne turnen und beide mal eben \"Mit 66 Jahren\" zu Beginn des zweiten Aktes darbieten ist bewunderswert.

Last but not least: Es hat fast genauso viel Spaß gemacht, den Dirigenten Adrian Werum zu beobachten! Mit welchem Elan er mittanzt und das gesamte Libretto mitsingt auf seinem Pult, ist echt herrlich.

Seit längerer Zeit mal wieder eine grosse Musical-Ensuite-Produktion, wo ich hinterher kaum was zu meckern hatte. Im Gegenteil, ich bin rausgekommen und hatte richtig gute Laune, weil im Theater 11 in Zürich einfach das Gesamtbild stimmt: Hervorragende Darsteller und eine jederzeit unterhaltsame Inszenierung.


Eric (12.01.2013)