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Über Mathias

Fan-Berichte

29.08.2007 22:59:13
JESS! BORN HOT verbreiteten gute Laune
Ursula nutzte am 29. Juli 2007 die besondere Gelegenheit, an einem Tag erst die Vampire besuchen und anschliessend noch mit JESS! BORN HOT ein Konzert der besonderen Art geniessen zu können.
Nachdem ich mich beim Essen ein wenig von dem grandiosen Nachmittag erholt hatte, wartete jetzt das nächste Highlight des Tages auf mich. Ich kann vorwegnehmen, dass Mathias es geschafft hat, mich nochmals zu verblüffen und dazu zu bringen, in den allerhöchsten Tönen von diesem Konzert zu berichten. Da ich schon im Juni 2006 in Wien das Glück gehabt hatte, Mathias in Concert zu erleben, hatte ich eine Ahnung, welche Art von Songs auf das Publikum und mich zukommen würden. Diesmal hatte Mathias sich allerdings weibliche Unterstützung für alle Songs geholt und eine dreiköpfige, grandiose Band. Namentlich waren die Künstler des Abends: am Piano Marian Lux, an der Gitarre Greg Di Nunzi und am JAM Alfred Mehnert. Für den Gesang des Abends und der Nacht zuständig: JESSica Olsson-Lantto, Anne HOTh und natürlich Mathias EdenBORN.

Die UltraLounge war bis auf den letzten Platz besetzt und die Stimmung vom ersten Ton an hervorragend. Schon beim Begrüßungssong Can’t take my eyes off of you war spürbar, dass dort ein tolles Team auf der Bühne stand und die Stimmen der Drei wunderschön zusammenpassten.

JESS! BORN HOT verbreiteten gute Laune mit ihrer Spritzigkeit. Die Auswahl der Stücke war schön gewählt, z. B. Against all odds. Eine Besonderheit war, dass so gut wie jedes Stück von allen Dreien gesungen wurde, jedoch eine/r die Hauptstimme sang. So klang Angels von Robbie Williams ganz besonders harmonisch und einfühlsam. Auch das Arrangement von Say a little prayer for you gefiel mir sehr gut.

Jessica überzeugte mit ihrer ganzen Power bei Don’t you worry about a thing. Schade, dass sie die Vampire schon bald verlassen wird. Viel Glück und Freude auf ihrem weiteren Weg, denn ihre Stimme ist wirklich ganz besonders.

Es war sehr rührend, als Mathias seine – extra aus Schweden angereiste - Mutter begrüsste. Aber auch Annes Eltern waren gekommen. Die Route 66 sangen die Protagonisten dann speziell für alle Weitgereisten und davon gab es an diesem Abend so einige. Anne überzeugte mit der Ballade True Colours sehr eindrucksvoll und bewies, welch schöne und warme Stimme sie hat, die aber auch sehr kraftvoll sein kann.

Immer wieder fällt mir auf, dass Mathias’ Stimme besonders gut zu Songs von George Michael passt, so auch an diesem Abend (As). ‚WOW’ – mehr kann ich kaum zu der Interpretation von Long train running sagen. Mathias sang sich die Seele aus dem Leib, lebte dieses Lied mit einer unglaublich bombastischen Stimme und mit soviel Kraft. Aber es gab auch einen Mathias Edenborn, der bei den Zwischenmoderationen richtige Entertainerqualitäten bewies. Mit viel Charme und einer gesunden Portion Selbstbewusstsein führte er uns durch die Nacht.

Jessicas Highlight war der Song Hero, den sie ihrem Ehemann widmete. Sie begleitete sich selber sehr eindrucksvoll am Piano und es gelang ihr, dass ein ganzer Saal gebannt an ihren Lippen hing.

Einen Song, den ich persönlich sehr mag, interpretierte Mathias: Mr. Bojangles. Pfeifen kann er also auch!… Bei seiner Interpretation gelang es wirklich, sich diesen ‚Mr. Bojangles’ vorzustellen, wie er durch die Nacht tanzt. Seine Stimme ist so unglaublich vielfältig. Einmal ganz sanft, hier ein wenig Swing in der Stimme, ganz locker und lässig. Am Ende des Liedes gab es gleich noch ein „Pfeifduett“ mit Alfred Mehnert. Das war wirklich sehr lustig und unterhaltsam und sie wollten – zu unserer Freude – gar nicht mehr aufhören zu pfeifen…

Mit einer kleinen, witzigen Geschichte leitete Mathias den letzten Song des ersten Teils ein: A Step too far. Über dieses Lied habe ich mich besonders gefreut, da es mich sehr an eine wundervolle Zeit in Essen erinnerte. Das Stück war Mathias’ Lieblingslied aus Aida und man spürte hier besonders die große Harmonie mit seinen beiden Kolleginnen. Alle Drei überzeugten mit warmen, weichen und einfühlsamen Stimmen.

Nach 15 Minuten Pause ging es weiter.

Zunächst hatte ich das Gefühl, Mathias wolle nun einen Boxkampf ansagen, doch er holte den ersten Gast, den „undisputed heavyweight-championchip-nightmaresolist of the world“, Sven Fliege auf die Bühne. Gemeinsam mit seinem Nightmaresolo-Kollegen (Mathias) performte Sven den Kultsong Walking in Memphis. Die beiden sind wirklich ein eingespieltes Team!

Im Anschluss erzählte Anne, sie habe sich in ein Lied verliebt, welches sie dann zum Besten gab (Time after Time). Nochmals kam das Publikum in den Genuss der Powerstimme von Jessica, als sie Tina Turners River deep, Mountain high darbot.

Ein Höhepunkt des Abends, aus meiner Sicht, war sicherlich Himlen är oskyldigt blå, was übersetzt Der Himmel ist unschuldig blau heißt. Schon in Wien hatte es Mathias gesungen. Er begleitete sich zu diesem schwedischen Lied selber am Piano und Jessica unterstütze ihn aus dem Background. Er trug dieses Stück mit soviel Wärme und sanfter Stimme vor, so dass es ganz still im Raum wurde und alle fast andächtig seinem beeindruckten Vortrag lauschten. Da nur ein paar Zuschauer der schönen, schwedischen Sprache mächtig waren, erzählte Mathias zu Beginn ein wenig über das Gefühl, das dieses Lied bei ihm auslöst. Auch wenn man die Worte nicht verstehen konnte, so gingen sie doch sehr zu Herzen.

Anne hatte sich als nächstes einen sehr aktuellen Song von PINK ausgesucht. Zusammen mit Jessica und Mathias klang Dear Mr. President jedoch ganz anders als das Original, aber bestimmt nicht minder gut und er verlor auch nichts von seiner Aussagekraft.

Mit Objects in the rear view mirror may appear closer than they are kamen wir dann in den Genuss des englischen Originals von Die unstillbare Gier aus dem Tanz der Vampire. Hier zeigte Mathias einmal mehr seine schier unendliche, stimmliche Bandbreite, denn Die Gier hatte er nachmittags noch völlig anders interpretiert. Das war schon ein besonderer Genuss, dieses Stück an einem Tag gleich zweimal auf unterschiedliche Weise und in zwei verschiedenen Sprachen hören zu dürfen.

Mathias ließ es sich an diesem Abend auch nicht nehmen, den anwesenden Geburtstagskindern ein Ständchen zu bringen – ganz besonders lieb – einmal auf Schwedisch, dann aber auch noch in englischer Sprache.

Es wurde poppig mit Whitney Houstons I wanna dance with somebody und man bekam richtig Lust, mitzutanzen. Weiter ging es nochmals auf Schwedisch: Nach einem kurzen Gespräch in ihrer Muttersprache präsentierten uns Jessica und Mathias noch einen schwedischen Song (Som stormen river öppet havWie ein Sturm das offene Meer zerreißt).

Fortgesetzt wurde das Konzert mit einer ganz besonderen Hommage an den Chefdirigenten des Theater des Westens, Bernd Steixner. Wir hörten eine ganz besondere Version der Ghostbusters mit seltsamen Klängen, die doch sehr an den Tanz der Vampire erinnerten ;-))) und einer eleganten Choreographie der drei Sänger, wobei ich mir bei Mathias’ Ausführung ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Es gab an diesem Abend noch einen zweiten Gast, der von Jessica angesagt wurde: Jakub Wocial. Schön, dass er hier die Gelegenheit bekam, seine wunderschöne und außergewöhnliche Stimme – gemeinsam mit einem "Teil" von JESS BORN HOT (Jessica) präsentieren zu dürfen. Ihr Musical-Song: All the wasted time.

Leider geht auch das schönste Konzert einmal zu Ende. Ein passenderes Lied als End of the road hätten die "Fantastischen Drei dieses Abends" kaum finden können. Natürlich ließ das hervorragende Publikum, welches jedes Lied frenetisch feierte, das Team nicht so einfach von der Bühne gehen. Als Zugabe durften wir uns dann über No more tearsEnough is Enough freuen, bei der Anne, Jessica und Mathias noch einmal richtig aufdrehten und ALLES gaben.
Mathias bedankte sich während des Songs bei allen Beteiligten, die dazu beigetragen hatten, dass so viele Zuschauer/-hörer einen unvergesslichen Abend erleben durften. Auch denen gebührt hier nochmals ein ganz besonderes DANKESCHÖN!

Dennoch war das Konzert noch nicht ganz zu Ende und das haben wir wohl "Mama" Edenborn zu verdanken, denn sie hatte sich dieses wunderschöne Stück aus dem Andersson/Ulvaeus–Musical Chess gewünscht. Anthem gehört sicherlich zu den schönsten Balladen der Musicalszene und da ich diese schon einmal von Mathias genießen durfte, freute ich mich ganz besonders darauf. Dieses Stück hebt seine unverkennbare und authentische Stimme in ganz besonderer Weise hervor. So war der Abschluss des Abends ein wundervoller und sehr emotionaler.

…und da war doch noch was… Offiziell war das Konzert schon eine Weile beendet und ein Teil des Publikums bereits gegangen, als Mathias sich entschied, nochmals die Bühne zu betreten. Na ja, ein paar Wiener Fans hatten ihn dazu ermuntert. Wie sag ich’s bloß? aus dem Musical Romeo & Julia. Eine schöne Erinnerung!

Dieser Abend hat Lust auf MEHR gemacht. Nochmals ein ganz, ganz großes Kompliment an die Drei der Band und natürlich an JESSica Olsson-Lantto, Mathias EdenBORN und Anne HOTh!

Ursula (29.08.2007)